Ein Überblick über die Forschung zum Einsatz künstlicher Intelligenz für die psychische Gesundheit: was die Studien tatsächlich gemessen haben und wie psAico das berücksichtigt.
Der Einsatz fortgeschrittener Sprachmodelle, die darauf ausgerichtet sind, Menschen bei der Erkundung der eigenen Gefühle zu begleiten, ist seit mehreren Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Solche Systeme vermitteln Psychoedukation, Selbsthilfestrategien und praktische Übungen, die sich an der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT, Cognitive Behavioral Therapy) orientieren.
Der italienische Berufsverband der Psychologinnen und Psychologen (Consiglio Nazionale dell’Ordine degli Psicologi) hat in einem Instagram-Beitrag vom 15. Mai 2025 zu Recht daran erinnert, dass künstliche Intelligenz „den menschlichen Psychologen nicht ersetzen kann“, aber „das Wohlbefinden fördern, Daten erheben und beobachten sowie Informationen verbreiten“ kann (Übersetzung aus dem Italienischen). Genau das ist der Geist von psAico: Bewusstsein fördern, kognitiv-verhaltenstherapeutische Techniken und Strategien bekannt machen, die zum Wohlbefinden beitragen können, und Menschen an Psychologie und Psychotherapie heranführen. Wer bereits in psychotherapeutischer Behandlung ist, kann psAico außerdem für die Übungen zwischen zwei Sitzungen nutzen, die in der kognitiven Verhaltenstherapie Hausaufgaben genannt werden. psAico kann also eine Unterstützung sein, für Menschen ohne laufende Behandlung ebenso wie für Menschen in Psychotherapie. Im zweiten Fall gilt: Sprechen Sie die Nutzung immer mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten ab.
Am 3. Juli 2026 hat derselbe Berufsverband in der italienischen Abgeordnetenkammer die erste landesweite Befragung zu Psychologinnen, Psychologen und generativer KI vorgestellt, an der 5.906 Fachpersonen teilgenommen haben: 58,76 % nutzen bereits KI-Werkzeuge in ihrer Arbeit, 55,04 % berichten, dass ihre eigenen Patientinnen und Patienten sich mit emotionalen Fragen oder auf der Suche nach diagnostischen Informationen an KI wenden, und 86 % wünschen sich Fortbildung und Supervision zum bewussten Umgang damit. Das ist die Momentaufnahme von etwas, das bereits geschieht: Die Frage ist nicht mehr, ob Menschen künstliche Intelligenz nutzen werden, um über sich zu sprechen, sondern mit welchen Werkzeugen und mit welchen Schutzvorkehrungen.
Mehr zum kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz finden Sie in den 30 Thesen der KVT auf der Website der italienischen Gesellschaft für kognitive Verhaltenstherapie, unter diesem Link (Text auf Italienisch).